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Namen, Titel und Umfgangsformen

Die Briten sind höflich, aber zurückhaltend. Das Gespräch  empfinden gerade Deutschsprachige aus eher ungezwungen, da in Großbritannien nicht zwischen “Du” und “Sie” unterschieden wird.

Briten sprechen immer über das Wetter. Diese ist nicht unbedingt ein Vorurteil, sondern eher eine Feststellung. Gerade der “Small Talk” zwischen Fremden dreht sich ums Wetter: “So heiß, wie lange nicht mehr”, “Es sieht ganz nach Sturm aus” oder “Es ist zu regnerisch für diese Jahreszeit”. Damit treten Sie anfangs niemandem zu nahe.

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie eine Verkäuferin im Kaufhaus fragt “May I help you, dear?” und die freundliche Nachbarin im Hotel sich freundlich mit “How are you, love?” nach Ihrem Wohlbefinden fragt. Die Damen wollen Ihnen damit keine Liebeserklärung machen. Es ist gerade für älteren Frauen, besonders aus der Arbeiterklasse, eine normale Umgangsform und gilt jedem, egal wie gut Sie sich kennen.

Besonders ausgiebig entschuldigen sich die Briten. Egal ob sie im Gedränge eines Kaufhauses angerempelt werden oder in der U-Bahn ihnen der Nachbar versehentlich auf die Füße tritt, ein kurzes “sorry” kommt sowohl vom Verursacher ,als auch vom Leidtragenden.

Etwas ungewohnt ist auch das Schlangestehen (“queue up”). Egal ob an Bussen, in der Post oder in manchen Kaufhäusern, Briten stellen sich gesittet in die Reihe. Vor allem an Postschaltern oder in der Bank bildet sich eine Schlange für alle Schalter. Sobald einer der Schalter frei wird, geht der erste der Reihe an den freien Platz. Das hat den Vorteil, daß man nie in der “falschen” Schlange steht und am Nachbarschalter geht es viel schneller.

Auch mit Titeln und Namen geht man recht ungezwungen vor. Das liegt weniger an dem einheitlichen “you” als an dem komplizierten Abstufungen von Adelstiteln. Männer werden einfach mit “Mr” und Frauen “Mrs” angesprochen. Adelige der untersten Kategorie, dazu gehören die Ritter, die die Queen zu solchen schlägt, werden mit “Sir” angesprochen. Dieser Titel muß nicht vererbt sein, Personen mit besonderem Verdienst werden zu Rittern gemacht (Sir Peter Ustinov, Sir Andrew Lloyd Webber). Sie haben keinen Sitz im britischen Oberhaus. Die Gattinnen der Ritter werden mit “Lady” angesprochen. Wenn eine Frau selbst geadelt wurde, wird Sie mit “Dame” angesprochen.

Komplizierter wird es beim höheren Adel. Hier kommt es darauf an, wer sie anspricht. Ob Freund, Höhergestellter oder Bediensteter. Seine Kinder, Frau und Eltern haben jeweils eigene Adelsbezeichnungen.

Richtig schwierig wird es bei den “Royals”, den Mitgliedern der königlichen Familie, obwohl Sie wohl kaum die Gelegenheit haben dürften, diese direkt anzusprechen. Die Queen wird als “Her” oder “Your Majesty” vorgestellt. Niemals würde man sich nach Prince Charles als “your son” erkundigen, sondern immer seinen, Titel Prince of Wales, nennen..

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